Aktuelles

Liebe Mitglieder des Heimatvereines,

liebe Landsleute des Heimatkreises Bischofteinitz,

 

 

auch wenn es draußen noch nicht winterlich aussieht, so merken wir an den kürzer werdenden Tagen, dass das Jahr zu Ende geht. Aus diesem Anlass wollen wir auf das Jahr 2016 zurückblicken und Vorschau auf das kommende Jahr 2017 halten.

Tomáš Holub folgt František Radovský. Als Bischof František Radkovský am 30. August 2015 die traditionelle Bergmesse auf dem Schwarzkopf zelebrierte, kursierte schon das Gerücht, daß dies sein letzter Gottesdienst als Bischof von Pilsen auf der höchsten Erhebung des Böhmischen Waldes sein könnte. Immerhin endet gemäß Kirchenrecht seine Tätigkeit als Bischof mit dem 75. Lebensjahr. Und das hat sich nun tatsächlich bestätigt. Am 12. Februar 2016 ernannte Papst Franziskus Monsignore Tom~š Holub, den Generalsekretär der Tschechischen Bischofskonferenz, als Nachfolger von František Radkovský – erster Bischof der 1993 gegründeten Diözese Pilsen – zum neuen Bischof von Pilsen.

Kerzenklau in der Kreuzkirche. Anfang April wurde eine große Wallfahrtskerze im Wert von 400 Euro entwendet. Den Diebstahl hatte Alfred Dittrich, Ortsbetreuer von Neugramatin, entdeckt. Es handelte sich um die Kerze des Kirchsprengels Kschakau. Eine zweite gestohlene Kerze hatte die SL-Ortsgruppe Furth im Wald gestiftet. Bei der geplanten Zwangsräumung einer Wohnung in der Vogelherdsiedlung konnten nun die besagten Kerzen gefunden werden. Als tatverdächtig gilt der ehemalige Wohnungsinhaber, der von seinem Stromversorger wegen Zahlungsrückstände keinen Strom mehr geliefert bekam. Die Kerzen, die inzwischen bis zur Hälfte abgebrannt waren, wurden der Kirchenverwaltung übergeben. Nun stehen beide Kerzen wieder in der Kreuzkirche.

Verein zur Rettung der Kirche in Schüttwa. Der neue Verein Spolek Mikul~š (Nikolaus-Verein) in Schüttwa – heute ein Stadtteil von Ronsperg – hat große Ziele: Er will die Kirche renovieren, den Friedhof in einen ordentlichen Zustand versetzen und ein Denkmal für Johannes von Schüttwa, den Autor von „Der Ackermann und der Tod“, dem bedeutendsten Werk der spätmittelalterlichen deutschen Literatur, ein Denkmal setzen. In der Kirche soll eine Dauerausstellung über Johannes von Schüttwa aufgebaut werden und Konzerte und Vorlesungen stattfinden. Ins Auge gefaßt wird zudem eine Dorfgeschichte. In diesem Jahr waren auch Volksgruppensprecher Bernd Posselt und der Ortsbetreuer Franz Metschl mit seiner Frau Gretl zu Gast bei den Gesprächen in Schüttwa.

Aus ganzem Herzen Blasmusik. Im mittelalterlichen Fachwerkstädtchen Melsungen in Hessen feierten die Egerländer Musikanten ihr 50jähriges Bestehen. Hier gründeten Heimatvertriebene aus dem Heimatkreis Bischofteinitz 1961 eine Trachtengruppe. Aus dieser Trachtengruppe heraus entstanden 1966 die „Egerländer Musikanten Melsungen“. Die Geschwister Heidi Klug und Waltraud Kuhl, bekannt als die „Geschwister Bier“, sind seit Jahrzehnten treue Begleiter.

Ortsbetreuerinnen und Ortsbetreuer gesucht. Auch in diesem Jahr wurde die Liste der Orte ohne Betreuung nicht kürzer. Folgende Orte sind derzeit ohne Betreuung: Blisowa, Dobrowa, Gibacht, Glaserau, Großmallowa, Hochsemlowitz, Horouschen, Hoslau, Horschau, Kleinmallowa, Kotzoura, Kschakau, Liebeswar, Maschowitz, Mauthaus, Melmitz, Meßhals, Metzling, Mirkowitz, Mogolzen, Mukowa, Nahoschitz, Nemlowitz, Neubäu (Mauthaus), Nimvorgut, Podraßnitz, Potzowitz, Raschnitz, Ruhstein, Schilligkau, Schlattin, Schlewitz, Schüttarschen, Schüttwa, Schwanenbrückl, Sichdichfür, Straßhütte, Taschlowitz, Trebnitz, Trohatin, Tscharlowitz, Tschernahora, Unterhütte, Untermedelzen, Waldersgrün, Wasserau, Wassertrompeten, Webrowa, Wiedlitz, Wilkenau, Wistersitz, Wonischen, Wostirschen, Wottawa, Zeisermühl und Zetschin. Ich bitte Sie daher, uns bei der Suche nach einer neuen Ortsbetreuung behilflich zu sein. Bitte melden Sie sich auch dann, wenn Sie mögliche Mitarbeiter vorschlagen können. Sprechen Sie auch jüngere Personen an! Oft kann hier das Interesse für ihre Wurzeln im Böhmerwald geweckt werden, auch wenn sie nach der Vertreibung geboren wurden. Auch wenn der Ort, für den Sie sich engagieren wollen, nicht in der vorstehenden Liste aufgeführt ist, bitte ich Sie sich bei mir zu melden, oft sind die Ortsbetreuer für eine Unterstützung sehr dankbar.

Sudetendeutschen Tag 2017. Eine herzliche Einladung ergeht zum 68. Pfingsttreffen am 3. und 4. Juni 2017 nach Augsburg. Für die Bischofteinitzer sind auch wieder Plätze in den Messehallen reserviert. Ich würde mich freuen, wenn wir am Pfingstwochenende die bereitgestellten Plätze füllen können. Mitglieder, die in Tracht oder im Dirndl kommen, können gerne beim Einzug der Trachten unsere Fahne begleiten.

Heimatkreistreffen 2017. Hier möchte ich bereits für unser 32. Heimatkreistreffen vom Do 15. bis zum Sa 17. Juni 2017 in unserer Patenstadt Furth im Wald werben. Das Tagungszentrum Furth im Wald im Bürgermeister-Reinhold-Macho-Haus (ATT) ist bereits reserviert. So sind wir vom Wetter unabhängig und hoffen, dass wieder viele Mitglieder den Weg nach Furth im Wald antreten, in der Gewissheit auch bei schlechtem Wetter ein angenehmes Tagungslokal vor zu finden. Wir hoffen auf Ihr zahlreiches Erscheinen, damit der Festakt zum 60. Jahr der Patenschaftsübernahme von Furth im Wald für den Heimatkreis Bischofteinitz einen würdigen Rahmen erhält. Über das Programm informieren wir im Heimatboten.

Glockenspiel. Wie bereits im letzten Jahr erwähnt, besteht nun die Möglichkeit die Idee von unserm Gabriel Willi, „dass sich etwas bewegt während die Lieder erklingen“, umzusetzen. Im unteren Fenster ist eine Mechanik geplant, womit zwei Szenen dargestellt werden können. Die Stadt Furth im Wald hat signalisiert, dass nun der dafür benötigte Raum zur Verfügung steht wird, sollte das Vorhaben realisiert werden können. In ersten Gesprächen wurden die Ideen von damals noch einmal in Erinnerung gebracht und nach einer ersten, sehr groben, Schätzung ist mit ca. 25.000 Euro für die Realisierung zu rechnen. An den Details der Gestaltung wird derzeit unter Berücksichtigung etwaiger Fördermittel gearbeitet. Über die Entwicklung des Projektes wir berichten im Heimatboten. Ich hoffe, dass Sie uns bei der Vollendung dieses in der Patenstadt geschaffenen Werkes tatkräftig unterstützen. Zahlungen, die über den zu entrichtenden Beitrag hinaus geleistet werden, werden wir als Spenden verbuchen, und auch für dieses Projekt einsetzen. Sollten Sie an einer Mitarbeit interessiert sein, melden sie sich bitte bei mir. Ebenso dankbar sind wir für Sponsoren, die Sie für uns gewinnen können.

Alte Postkarten aus dem Heimatkreis. Unserer Kreisbildstelle wurde eine Sammlung mit Postkarten aus dem Heimatkreis für ca. 1.500 Euro angeboten. Es ist für uns interessant weil zwar die beiden Bände mit Postkarten aus dem Kreis und dem Bezirk Bischofteinitz noch größere Bestände aufweisen, die Originale jedoch nicht im Kreisbildarchiv aufzufinden sind. Auch hierfür können Sie spenden.

Heimatbote. Für unser Mitteilungsblatt ist Frau Nadira Hurnaus unsere zuständige Redakteurin. Wir bemühen uns, anspruchsvolle Zeitungsseiten zu erzeugen, auch wenn gelegentlich Fehler passieren. Wir sind für jeden Hinweis dankbar und bemühen uns unverzüglich um eine Richtigstellung. Sie dürfen auch gerne Artikel und Nachrichten, historische Gegebenheiten oder aktuelle Berichte und Bilder von Reisen in die Heimat zur Veröffentlichung im Heimatboten an meine Adresse, wie oben angegeben, senden. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich Unterlagen und Bilder nur zurücksende, wenn Sie dies ausdrücklich vermerken. Ansonsten werden die Unterlagen und Bilder der Kreisbildstelle zugeführt. Sofern Sie Beiträge per E-Mail direkt an Frau Hurnaus senden, bitte ich Sie, mich auf ihren Verteiler zu nehmen. Falls Sie in ihren regionalen Zeitungen Artikel finden, die für die Heimatbotenleser interessant sind, so bitten sie Journalisten dieses Artikels darum, dass er Manuskript und etwaige Bilder für den Abdruck im Heimatboten zur Verfügung stellt. Der Heimatbote ist die einzige Möglichkeit, Informationen über andere Orte im Heimatkreis zu erhalten. Damit wir diesen Informationsdienst noch möglichst lange bereitstellen können, dürfen wir nicht nachlassen, neue Bezieher zu werben. Bestellformulare befinden sich regelmäßig in der Zeitung, sind in diesem Schreiben angefügt oder können bei mir angefordert werden. Da es scheinbar in letzter Zeit häufiger zu Zustellproblemen kommt, bitte ich Sie mich zu verständigen, wenn Schwierigkeiten bei der Zustellung auftreten. Bitte Abo Nummer und Adresse angeben.

Geschäftsstelle. Dank der Initiative und dem Einsatz von Günther Gröbner und Josef Simon beim Sichten, Ordnen und „Entrümpeln“ der Bestände, konnten wir alles im Archivraum in dem VHS-Gebäude unterbringen. Bei der Kündigung des Mietvertrages im Dezember 2015 bot uns der Vermieter, unsere Patenstadt Furth im Wald, an das, Mietverhältnis zu 31.12.2015 zu beenden und das Haus bis zum 31.3.2016 zu räumen. Für das Entgegenkommen möchte ich mich bei der Patenstadt recht herzlich bedanken. Mitte Oktober erreichte uns die Nachricht, dass das Gebäude der VHS vollständig geräumt werden muss, da nach einer umfassenden Sanierung im Herbst 2017 die Volkshochschule eine mehrjährige Ausbildung zur Erzieherin anbieten kann. Bei einem kurzfristig anberaumten Termin prüften wir die von der Patenstadt angebotenen Ausweichquar­tiere und kamen zu dem Entschluss, unser Archiv zurück in Waldschmidtstraße zu verfrachten. Günter und Josef packten alles wieder ein und die Mitarbeiter des Bauhofes erledigten den Trans­port. Anfang Dezember packten Günter, Josef, Peter Gaag und Martha Klement wieder alles in der Waldschmidtstraße aus. Der Heimatkreis belegt damit vorübergehend wieder kostenfrei zwei Räume in unserer ehemaligen Geschäftsstelle, bis das endgültige Archiv bezogen werden kann.

Gräber in der Heimat. Im November haben wir in vielfältiger Weise unserer Toten gedacht. Deshalb möchte ich auch in diesem Jahr daran erinnern, dass der Erhalt der Gräber unserer Vorfahren in der Heimat auch ein Zeugnis der deutschen Siedlungsgeschichte darstellt. Viele Friedhöfe werden auch heute noch genutzt. Die zuständige Kommune können Sie bei dem zuständigen Ortsbetreuer bzw. bei mir erfahren. Die Grabpflege zeugt von unserer Verbundenheit zur Heimat, in der unsere Vorfahren gelebt haben und beerdigt wurden.

DEZEMBER

Adventskranz, Kerzen, Heimlichkeit.
Da ist des Christmonds schöne Zeit!
Schneid' Barb'ra-Zweig! St. Nikolaus
bringt Kindern Freude in das Haus.
Strahlt nicht auf Bethlehem schon hin
Lucia - Lichterkönigin?
Die längste Nacht St. Thomas bringt.
Dann aber jauchzt und singt und springt:
Geboren ist das Christuskind!

Alt's Jahr zu End', das neu' beginnt!

Josef Bernklau (15. März 1927 - 16. Juni 2016)

Mit diesen Worten unseres unvergessenen Josef Bernklau bedanke ich mich ganz herzlich für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement in dem nun zu Ende gehenden Jahr, verbunden mit der Bitte, uns auch im kommenden Jahr bei unseren Aktivitäten für die Heimat zu unterstützen. Sie unterstützen uns in dem Bemühen, Ihre Heimat, in der Sie, beziehungsweise Ihre Vorfahren, geboren wurden und aufgewachsen sind, lebendig zu erhalten. Dies ist umso mehr notwendig, da immer mehr junge Menschen auf der Suche nach ihren Wurzeln auf uns stoßen. Es ermöglicht uns und all jenen, die sich Hilfe suchend an uns wenden, aus der gemeinsamen Geschichte zu lernen und für eine gemeinsame Zukunft in einem freien Europa einzutreten.

Im Namen des Kreisrates und der Vorstandschaft wünsche ich Ihnen frohe und besinnliche

Weihnachten sowie ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2017.
Mit freundlichen Grüßen

Peter Pawlik









Terminvorschau

32. Bischofteinitzer Heimatkreistreffen in der Patenstadt Furth im Wald.
Voraussichtlich Donnerstag 15. Juni 2017 bis Samstag 17. Juni 2017.
Bitte beachten, das Heimatkreistreffen findet erstmals nur an drei Tagen statt.